Innovationscoching
Dieses Modell hat viele Mütter und Väter: angefangen bei Abraham Maslow, Alice Miller, Gregory Bateson, Robert Dilts, Peter Drucker, Alwin Toffler, Prof. Kotter etc.:

Vor langer Zeit, als es noch darum ging die weißen Flecken auf den Landkarten zu erforschen und dafür fremde, ferne Länder  zu bereisen auch um dort verborgene Schätze zu erforschen, gab es einmal zwei Expeditionsgruppen.

 

Diese Expeditionsgruppen versuchten einen großen Goldschatz einer untergegangenen Kultur zu bergen und damit berühmt und reich zu werden! Sie mussten von ihrem Standort aus nur noch ca, 40 Kilometer unwegsamen, von Schlangen verseuchten Urwald durchqueren.

 

Schlingpflanzen, dichtes Unterholz und unzählige Tiere belästigten und bedrohten sie. An manchen Tagen wurden Teilnehmer verletzt, krank und einige sind sogar von Giftpfeilen der Urbewohner getroffen worden und konnten nur mühsam gerettet werden.

 

Die Leitungen der beiden Gruppen wussten durch ihre Führer (Scouts) das der Tempelschatz nicht mehr weit entfernt war und das die erbitterten Konkurrenten auf gleicher Höhe durch den Urwald eine Schneise schlugen um als erste am Ziel zu sein.

 

Nun organisierten sie in der Gruppe 1 einen täglichen, vierundzwanzig Stunden währenden, Arbeitsrythmus mit jeweils einer Machetengruppe an der Spitze um den Urwald doch noch schneller zu durchdringen als ihre Ruhmes- und Reichtumswettbewerber. Alles ordnete sich den machtbewussten und stolzen Leitern und ihrem Rythmus unter. Für Absprachen blieb keine Zeit mehr und wozu auch; das Ziel war ja klar und mit dieser Art ihrer Organisation würden sie es mit Opfern und zusammengebissenen Zähnen auch schaffen.

 

Die Schwächeren und diejenigen die anderweitig eher unangenehm auffielen wurden aussortiert, weil sie sonst das Tempo zu sehr abbremsen würden. Man versprach ihnen sie auf dem Rückweg wieder einzusammeln, allerdings ohne einem Anteil am Gewinn der Expedition. Dieses Argument sollte die Leistungen der verbliebenen anspornen nicht "schlapp" zu machen und den Gewinn der Übriggebliebenen angemessen erhöhen.

Was diese straff nach Law und Order organisierte, extrem effiziente Gruppe nicht wusste war:

 

Die Gruppe 2, die schon lange zusammen waren und auch in expeditionsfreien Zeiträumen untereinander freundschaftlichen Umgang pflegte, hat sich gemeinsam beraten und Informationen ausgetauscht und dabei festgestellt, dass die Angaben der Expeditionsleitung möglicherweise nicht präzise genug waren, nicht glaubwürdig genug.

 

So kletterten sie also immer wieder auf die sehr hohen Bäume, was Zeit kostete die es eigentlich nicht gab wenn sie gewinnen wollten, um sich einen Überblick zu bewahren bzw. ihn sich immer wieder zu verschaffen. Und nach nach einigen Tagen passierte das Unfassbare, sie sahen in einigen wenigen Kilometern Entfernung eine abzweigendes Tal von unglaublicher Schönheit. Geradezu majestätisch, auf dem zweiten Plataeu eines sanft anstegenden stark bewaldeten Bergrückens, erhob sich eine mächtige Tempelruine mit monumentalen Skulpturen.

 

Nun schwenkte die Gruppe mindestens Zehn Tage früher als geplant, in Richtung des Tempeltales und nach einigen Wochen der ungestörten Forschungsarbeit kamen auch die Relikte des wohl ausgestorbenen Volkes zum Vorschein. Der Ruhm hallte noch nach Jahrzehnten nach und die Tempelruinen sind heute eine der großartigsten Touristenattraktionen des Landes, ja der ganzen Welt. 

 

Die Leitung der Gruppe 1, nach langen Streitgesprächen und gegenseitigen Vorwürfen, entließ in der Zwischenzeit diejenigen Teilnehmer die die Fehler offensichtlich verursacht hatten und eigentlich auch von Anfang an zu schwach waren um gewinnen zu können und nahmen nach Rückkehr in ihr heimatland einen Orden für ihre aufopferungsvolle Wirken im Dienste der Menschheit in Empfang. Denn eines war der Welt klar: diese gescheiterte Arbeitsgruppe hatte hart um den Erfolg gekämpft und hätte ihn ja auch fast erreicht, wenn sie nicht vorbeigelaufen wäre. 

 

Fazit: Wer seinLeben der Effizienz unterordnet ohne die Effektivität gesichert zu haben, gleicht der Gruppe die im falschen Teil des Urwaldes versucht dubiose Leistungsziele zu erreichen, die so jedoch eine "Unternehmung" früher oder später scheitern lassen. 

 

Das Zaremba Kompetenzmodell, eine kleine Skizze mit ein paar Worten, die Hinweise geben sollen warum auf bestimmte Umstände in bestimmten Situationen zu achten ist. Sonst geht es denjenigen die keinen Plan von den wirklich zu erreichenden Ergebnissen (der sich wandelnden Kunden und deren Umständen) haben so, wie vielen ehemals erfolgreichen Unternehmen die Weltmarktführer waren unter den Top Ten und an die sich Heute fast kein Mensch mehr erinnert.

 

So viele große Namen sind verschwunden aus dem Olymp der Ökonomie... Frei nach meiner Großmutter könnte Mensch sagen: wer nicht erkennen, verstehen und entsprechend handeln will muss halt (die Niederlagen) fühlen!