Kindheit
Die Rahmenbedingungen
in der Kindheit heißen vor allem am Anfang, eine absolute Abhängigkeit gegenüber den Personen zu erleben, mit denen das Kind in Beziehung steht um seinen Lebensunterhalt zu beziehen, nämlich den Bezugspersonen. Da dies das Kind instinktiv weiß, verfügen Kinder über eine absolute Unterwürfigkeit, die nur durch Verletzung, d.h. Neurosen gestört wird. Dies wird sich im Laufe des Kindheitslebens und -erlebens immer wieder verändern und weiterentwickeln, z.B. durch sogenannte Trotzphasen ect., doch grundsätzlich wird dies bleiben bis zum Ende der Kindheit, vorausgesetzt die Bezugspersonen gehen sorgsam und liebevoll mit dieser großen Verantwortung um.
Geschieht dies nicht, dann werden Kinder verletzt, und wenn sie verletzt sind, dann werden sie neurotisch, müssen sich schützen gegenüber den Menschen, die für sie am wichtigsten, weil lebenserhaltend sind und werden aufsässig oder zurückgezogen, trotzig usw. Das Leben eines Kindes besteht vor allem darin, Traditionen zu übernehmen, zu lernen, was die kulturellen Eigenheiten ihres engsten Kulturkreises und im Laufe der Lebensjahre im weiteren Kulturkreis sind, bis es in den Bereich kommt, wo es relativ weite gesellschaftliche Zusammenhänge vermittelt bekommt.
Die Bedürfnisse
eines Kindes sind Liebe, Wärme und Zuneigung, darüber hinaus auf jeden Fall Lerngelegenheiten die sein weiteres Leben bzw. Überleben sichern hilft, Aufmerksamkeit, Unterstützung, Hilfe in der Not, den Rücken gestärkt zu bekommen, jede Menge Informationen, vor allem die, die das Kind spielerisch verarbeiten kann, oder konkrete Aufgaben in seinem Erfahrungsschatz zu übernehmen. Weitere Bedürfnisse sind, Erfahrungen zu machen jeglicher Art.
Je mehr ein Kind lernen kann in einer harmonischen und unterstützenden herzlichen Umgebung, um so stärker wird die Synapsenbildung in dessen Gehirn sein und damit die Ausprägung seiner intellektuellen und emotionalen Intelligenz.
Das Führungsverhalten
eines Kindes besteht vor allem im Nachahmen von Führungspersonen. Sind dessen Eltern autoritär, bzw. patriarchalisch, so wird auch dieses Kind solche Führungsverhalten mehr oder weniger übernehmen. Wohlgemerkt, nicht nur spielerisch nachahmen, sondern als Lebenstaktik und Strategie zunächst für den Rest seines Lebens übernehmen.
Hat es offene partnerschaftliche Eltern/Bezugspersonen, so werden sicherlich trotzdem auch patriarchalische Situationen des jeweiligen Elternichs nachempfunden und nachgestellt werden. Doch der Kontext seines Erfahrungsschatzes heißt eben nicht patriarchalischer Führungsstil, sondern z.B. kooperativer Führungsstil. Hat es Eltern, die emotional eher verklemmt sind und stärker intellektuell die Welt erleben und vermitteln, so wird dieses Kind zwar nicht gefangen sein in rein traditionellem Wissen, jedoch auch nicht in den natürlich notwendigen Genuß von offenen Gefühlswelten eintreten können, sondern eben die Welt nur bis zur intellektuellen Erfahrungsebene erleben und meistern lernen.
Diese Erfahrungswelten werden wiederum einen Einfluß auf das Führungsverhalten dieses Kindes haben. Es ist also ein Unterschied, ob ein Kind nur intellektuell argumentiert, um etwas durchzusetzen, wobei es natürlich in anderen Kinderkreisen bei Kindern die anders z.B. patriarchalischer erzogen wurden, sich mit reiner Intellektualität kaum durchsetzen kann.
Wenn es jedoch mit einer gesunden Mischung aufwächst, in Notsituationen autokratische Anweisung erfahren hat, grundsätzlich jedoch elterliche Liebe, Fürsorge und heimische Wärme erlebt hat, intellektuelle Erklärungen für seine Fragen und für schwierige Situationen bekommen hat, und die Offenheit von Herzlichkeit, Liebe, Vertrauen und Dankbarkeit erleben konnte, dann wird es genau diese Führungsverhalten in seinem kindlichen Leben ausprobieren und später zunehmend anwenden können.
Das Untergebenenverhalten
eines Kindes ist Hingebung, Offenheit, Lernwilligkeit, eine natürliche instinktive Dankbarkeit, eine grundsätzliche Solidarität seiner Familie gegenüber, selbst wenn es ihm mal etwas „stinkt“. Und da das Kind darauf eingestellt ist zu lernen, und lernen über sehen und hören passiert, wird es auch horchen, nämlich gehorchen. Zumindest in allen Phasen, die nicht durch Trotzphase oder beginnende Pubertät gekennzeichnet sind, oder wenn durch neurotische Verletzung andere Reaktionen provoziert worden sind.
Die Gefühlsmuster
sind Offenheit, Verspieltheit, Lust auf neues, Lust auf leckeres Essen, leckere Köstlichkeiten, Lust auf Wohlgefühl, also alles was angenehm ist und sich gut anfühlt und das in jeder Sekunde möglicherweise wechselt. Auch Beziehungen sollten diese Qualitäten haben, um natürlicherweise für Kinder stärkend und nahrhaft zu sein.
Gleichzeitig werden jedoch auch andere Gefühle erlebt und ausprobiert, wie Streit durch Wut, Neid und Mißgunst, Eifersucht und alles andere, was ein Kind sonst so im Leben erlebt, oder seine Instinkte ihm zum Ausprobieren vorgeben. In den Fällen wo, wie vorhin schon erwähnt, tiefere Verletzungen ein Kind geprägt haben, werden diese Gefühlsmuster zu generell gültigen Gefühlsmustern.
Die Hauptkompetenzen
eines Kindes bestehen im Lernen, im Wachsen und im Erfahrungen sammeln, sich in Familie und andere gesellschaftliche Einrichtungen einzuleben und die offenen und die heimlichen Regeln solcher gesellschaftlichen Gruppierungen und Phänomene zu erlernen.
Der Entwicklungsfocus
eines Kindes besteht darin, sich so gut in seinem kulturellen Umfeld bewegen zu können, daß es sich zunehmend sicher und wohl fühlt.
Der Übergangsmodus
zur Pubertät besteht darin, alle Grundlagen zu erwerben, die es ihm ermöglichen, seine eigene Persönlichkeit ausdrücken und entfalten zu können, sich durchsetzen zu lernen und eine gewisse Eigenständigkeit leben zu können, ohne die Unterstützung der Familie dabei zu verlieren.