Die vier Zeitalter: Zusammenfassung
Wir konnten in den vorliegenden Abschnitten erkennen, daß die Menschheit in den letzten 7 Mio. Jahren eine großartige Entwicklung vollzogen hat. Wobei die letzten Jahrzehnte eine enorme Beschleunigung dieses Entwicklungsprozesses aufwiesen.
Menschen, die noch in anderen Denkgeschwindigkeiten erzogen, daß heißt in ihren kreativen Möglichkeiten abgebremst wurden, fühlen sich heute oft überfordert. Auch deshalb, weil es ihnen leider bisher nicht möglich war, qualitativ hochwertigere Kompetenzebenen in ihrem Leben zu verwirklichen. Diese verbesserten „Lebensqualitäten“ würden es ihnen erleichtern, diese neue Zeit, diese Qualitätssprünge in der Menschheitsentwicklung, genießen zu können.
Der Umstand, daß die heute am weitesten vernetzten und damit entwickelten Nationen ihre Dominaz zuungunsten der weniger mächtigen Staaten ausbauen wollen und deshalb das Tempo unbarmherzig vorgeben, zwingt die übrigen Menschheit dazu, diese Entwicklung so schnell wie möglich nachzuvollziehen oder sie mit Terrorismus und Krieg bis hin zum Atomkrieg (Patriarchat, IRAN) zu bekämpfen. Die Tempogeber sind bei der Strafe ihres Untergangs gezwungen, die übrigen Milliarden Mitmenschen bei ihren Weiterentwicklungsbemühungen zu unterstützen.
Denn wie wir aus den Erfahrungen des auslaufenden Industriezeitalters her wissen, kann keine Nation und keine Bevölkerungsschicht heute auf Dauer einen Wohlstands- und Machtvorsprung gegenüber den übrigen Staaten verteidigen.
Sei es, daß einzelne in der Lage sind, gekauft oder durch religiöse Heilsbringer Kernwaffen in ihre Verfügbarkeit zu bringen oder biologische Virenbomben unauffällig und mit verheerender Wirkung zu zünden. So ist also heute niemand mehr dauerhaft in der Lage, langfristig Bevölkerungsgruppen oder einzelne Menschen wirklich unterdrücken zu können. Dies erzwingt geradezu die Zusammenarbeit und Kooperation mit zunehmend mehr Menschen, daß heißt letztendlich allen Menschen.
Auch für Unternehmen gilt: Keine Führungskraft und kein Gründer kann sich auf Dauer ungestraft egoistisch gegenüber den Interessen ihrer Mitarbeiter durchsetzen. Denn am Ende solch schädlicher Verhaltensweisen würde zu ende gedacht die Vernichtung der Organisationseinheit stehen. Herbeigeführt durch die zunehmend erzwungene, sinkende Produktqualität, die zu ständig verringerter Markt- bzw. Kundenakzeptanz führt.
Das Niveau des Synergiezeitalters wird zum immer schnelleren zusammenwachsen der Märkte führen und damit zum Weltlebensstandard der Menschheit avancieren!
An dieser Stelle wird im Überblick deutlich, welchen unglaublichen Entwicklungsprozeß die Menschheit vollzogen hat und noch vollziehen wird, wenn sie weiter existieren will. Die wachsende Meisterung des Lebens auf diesem Planeten wurde ermöglicht durch die gewachsenen Fähigkeiten des Menschen, sich mit seiner Umwelt und seinen Mitmenschen so auseinanderzusetzen, daß die Ergebnisse sich auf Sicht gesehen ständig verbessern konnten. Diese Fähigkeit, der Einflußnahme auf Mensch und Umwelt wird Sozialkompetenz oder auch emotionale Intelligenz genannt.
Der entscheidende Erfolgsfaktor der menschlichen Entwicklungsgeschichte bestand also darin, seine Sozialkompetenz unaufhörlich zu steigern. Das Potential des Menschen besteht anscheinend darin, daß der Steigerungsfähigkeit seiner Sozialkompetenz zwar unsägliche Hürden im Wege standen und stehen, er jedoch Kraft seiner seelischen und psychologischen Anlagen zu scheinbar unbegrenztem Sozialkompetenzwachstum befähigt war und wie wir meinen, noch befähigt ist.
Hier begegnen sich also die Voraussagen von Philosophie und Religion mit der brutalen Wirklichkeit des 21. Jahrhunderts. Denn im Christentum, genauso wie zum Beispiel im Buddhismus ist dieses Streben nach wachsender Sozialkompetenz angelegt. Philosophen wie Buddha, Sokrates, Jesus, Mohammed oder Franz von Assisi gaben den seelischen Entwicklungstakt vor, der von Einsteins, Galiläis und Da Vincis übersetzt wurde bis Erfinder-Unternehmern wie Edison, Siemens u.a. die Grundlagen schaffen konnten auf denen sich die breite Masse der Mitbürger ganz praktisch weiterentwickeln konnten.
Der kategorische Imperativ von Kant ist also nicht nur abgehobene Philosophie sondern vorausgedachte Sozialtechnik um das Überleben einer enger zusammenlebenden Gesellschaft ermöglichen zu können. So sind also nicht nur die technischen Erfindungen sondern auch die Qualität der angewandten Sozialtechnologie entscheidend für den Fortbestand der Menschheit und der Fortentwicklung eines ihrer Teile z.B. eines Unternehmens wie des Ihrigen.