Innovationscoching

Angelangt sind wir nun offensichtlich am Ende des Industriezeitalters, daß viele Segnungen und viele Flüche hervorgebracht hat und zwangsweise zu einem neuen Zeitalter führte:

 

Dem Postindustriellen Zeitalter, dem Synergiezeitalter. 

Dieses Zeitalter ist sehr jung und datiert zum Ende des 20. Jahrhunderts, genauer gesagt zum Ende der 60ziger Jahre des 20. Jahrhundert. 

 

Die allgemeinen Rahmenbedingungen:

Eingeleitet wurde dieses Zeitalter durch die Zündung der Atombomben in Hiroshima und Nagasaki durch die amerikanische Bevölkerung, vertreten durch ihre Politiker. Ein allmähliches kollektives Erwachen  war die Folge. Die Kernerkenntnis am Anfang dieses neuen Zeitalter bestand darin, daß Nationale Egoismen, geformt durch die unreflektierte Gier nach persönlicher Macht, die durch gesellschaftliche Allianzen erweitert bzw. abgesichert wurde, zur Vernichtung der kompletten  Menschheit führen konnte. Die persönliche Existenzangst bekam eine neue Dimension, der die Bürger nur durch neue Allianzen begegnen konnten. 

 

24 Jahre später erschütterten weitere globale Ereignisse positiv und negativ die Menschheit und riß sie zunehmend aus ihren lokalen und nationalen Alpträumen. Zum Beispiel die Landung auf dem Mond 1969, die Erklärung des Club of Rome´s (ein Zusammenschluß von Wissenschaftlern, Politikern etc.) 1972, der erstmalig den Menschen eine Binsenweisheit bewußt machte, daß nämlich Ressourcen endlich sind: "Die Grenzen des Wachstums". Das  kurz darauffolgende Ölembargo der OPEC-Statten (Erdölproduzierende Länder) verschärfte diese  publizierten Erkenntnisse des Club of Rome´s und machten Menschen, mit eingefleischten Autofahrergewohnheiten, blitzschnell deutlich, wie tönern der Wohlstand  ihrer Welt ist, wenn sie weiterhin andere Völker und deren Bedürfnisse ignorierten.

 

Die ökologischen Katastrophen, wie Tschernobyl, verseuchte Flüsse, vergiftete  Luft, die schleichenden Wellen der Krankheiten wie Krebs, Aids, Allergien, die CO2 Erklärungen der UNO in Verbindung mit dem Klimawandel, die Finanzkrisen und Börsencrash am Fließband etc. taten ein übriges, um einen gewaltigen Umdenkungsprozeß bis in unsere heutige Zeit einzuleiten. 

 

Das Machmonopol der Nationalstaaten wurde bedroht und durchlöchert durch die stark anwachsende Macht des Einzelnen zum Beispiel als Konsument, Terorrist oder Minderheitengruppierungen wie z.B.  Drogenhändlern.   Eine Flasche gefüllt mit extrem gefährlichen Viren, fallengelassen von einem afrikanischen Professor für Biologie, der in Lohnauftrag gefährliche Virenforschung betreibt um mit dessen Hilfe B-Waffen herstellen oder bekämpfen zu können, kann innerhalb von Stunden Millionen Menschen einem brutalen Todeskampf aussetzen. Die umgesetzte Geldmenge der Drogenkartelle übersteigt inzwischen den Staatsetat der BRD und stellt unter anderem die Finanzmittel für die Taliban und Teile des weltweiten Terrorismus zur Verfügung. 

 

Die treibenden Kräfte dieses neuen Informationszeitalters stellten unter anderem die Medien dar, die kollektiv und stellvertretend die Denkprozeße für die Menschen gewinnsteigernd und manipulativ vorantrieben.

 

Die Wissenschaft durchbricht ständig  neue Rekordmarken der Wissensproduktion. Alle zwei bis vier Jahre verdoppelt sich das Wissen der Menschheit und wird durch eine ständig wachsende Zahl von Medienkanälen (Fernsehen, Internet etc.) in alle Welt verteilt und damit immer mehr Menschen zugänglich gemacht.

 

Kein traditioneller Lernprozess, Trainingsprozess, Ausbildungs- oder Schulungsprozess kann auch nur annähernd mithalten mit diesen gewaltigen Wissensexplosionen. Die elektronische Datenverarbeitung, vor allem in Form des Personalcomputers (PC) tat in den letzten 30 Jahren ein übriges , um anfänglich nur in den Industrieländern des nördlichen Europas, natürlich auch USA und des fernen Ostens einen Wertequalitätssprung auszulösen. Seit den 60er Jahren explodierte der Wissenszuwachs derartig, daß es seither einem einzelnem Menschen nicht mehr möglich ist, alle Erkenntnisse der Menschheit zu einem bestimmtem Thema zu kennen.

 

Die Führungsstrukturen

des beginnenden Synergiezeitalters, als Zeitalter der Zusammenarbeit und des Zusammenwirkens sind rotierend und kooperativ angelegt, um die enorm angewachsene Macht des Einzelnen stärker als Erfolgsfaktor nutzen zu können. Geführt wird zunehmend in Teams und/oder in wechselnden Führungsbesetzungen, wie z.B. durch Parlamentswahlen oder dem Rotationsprinzip in der EU.

 

Die heutigen Führungsstrukturen bestehen in Regierungen, Parlamenten, Institutionen, einer so genannten "unabhängigen Gerichtsbarkeit", Judikative, Exekutive und Legislative, den Medien, der Wissenschaft und vor allem der Wirtschaft als entscheidender Führungsfaktor  in der ökonomischen Welt. Verzeichnet ist, daß keiner dieser Führungsbereiche heute mehr ohne Legitimation oder zumindest Scheinlegitimation von Bevölkerung, bzw. Unternehmensmitgliedern, Organisationsmitgliedern, usw. auskommen kann.

 

Die Industrie- und Geld Tycoonen des Industriezeitalters sind genauso durch Vorstandsteams ersetzt worden, wie Könige durch Regierungen, die durch ein Parlament gewählt wurden und werden. Der Vorgesetzte, als  Machthaber über Menschen, Kraft seiner Position wurde und wird abgelöst, durch den Koordinator, der mit viel Einfühlungsvermögen und Teamgeist in der Lage ist, Konsens herbeizuführen.

 

Der zunehmende Konsenszwang beherrscht nicht nur die Europäische Gemeinschaft, den Sicherheitsrat der UN, den IWf etc. sondern auch zwischenstaatliche Prozeße wie die Nato-Erweiterung Ost etc..  Die anwachsenden Konflikte ökonomischer, politischer, sozialer, religiöser und ökologischer Art sind inzwischen so bedrohlich und komplex geworden, daß sie von einer Gruppe, von einer Nation, selbst von einer Region dieser Welt nicht mehr allein gelöst werden können. 

 

Dieser Zwang ist seit einigen Jahrzehnten erkannt worden, und mühsam versuchen nun die Menschen, die Führungsaufgaben für die Menschheit übernommen haben, sich den Lösungen zu nähern. Denn kein Staat der Erde kann heute seine eigene Politik langfristig mit Wohlstand belohnt sehen, wenn sie gegen  andere Staaten gerichtet, oder auf  Isolation aufgebaut ist. 

 

Auch Unternehmen die weiter erfolgreich mithalten wollen in den globalen Marktprozessen sind nun schon seit langem zunehmend Konsenszwang ausgesetzt. Nur wenn die Unternehmensmitarbeiter hochqualifiziert und motiviert sind, sind sie als Gesamtorganisation erfolgreich genug, um den beabsichtigten Roi erwirtschaften zu können bzw. zu überleben.

Wachsender Wohlstand wird ermöglicht durch die Leistungsfähigkeit moderner Teamstrukturen. 

 

Die stärkste, mächtigste und umkämpfteste Macht des neuen Zeitalters wird nun stärker als jemals zuvor der Kunde, der Käufer auch der politische Kunde! 

 

Mit immer mächtigeren Geldressourcen ausgestattet wird er zum Opfer der Medien, die versuchen seine Ressourcenströme jeglicher Art für die Zwecke ihrer Beherrscher nutzbar zu machen. Denn die  Marktmacht des einzelnen Kunden bestimmt heute über den Aufstieg und Untergang von ganzen ökonomischen und damit auch nationalen Imperien. Dieser Kunde muß also beherrschbar gemacht werden. Paradoxerweise gelingt dies umso besser, je mehr seine heimlichen oder offenen Bedürfnisse mit ins Kalkül gezogen werden. Diesen Übergang vom Industrie- zum Synergiezeitalter   erlebt die  erstmals „satte und überbezahlte“ (aus der Sicht der Mehrheit der Weltbevölkerung) Bevölkerung in der BRD im Moment als sehr bedrohlich für ihre gewachsenen Gewohnheiten.

 

Die Führungsstrukturen sind zunehmend offen und subtil atomisiert zwischen sich ergänzenden und im Übergang noch bekämpfenden Faktoren.

 

Die Teamstrukturen

sind die Kleinfamilie, sind Freundeskreise, sind Interessengemeinschaften, soziale Netzwerke, Communities online und offline, Vereine, Fahr-, Lifestyle- und andere Gemeinschaften, die die gleichen Produkte nutzen oder  Personen wie Politikern oder Musiker schätzen usw.

 

Lesergemeinschaften z.B., also eine größere Anzahl von Menschen die die gleichen Bücher gelesen haben, sich vielleicht niemals trafen und doch erheblichen Einfluß aufgrund der gemeinsamen Ausrichtung auf gefühlsmäßige und intellektuelle Inhalte ausüben. Gemeinschaften in diesem Sinne erringen  Meinungsführerschaften und versuchen so die Geschicke der Gesamtheit in ihrem Sinne zu lenken indem sie unter anderem die Werthaltungen der übrigen Bürger beeinflussen. Vergleiche hierzu auch den Internetwahlkampf von Barack Obama im Jahre 2008.

 

Aufgrund der vernetzten Medienlandschaften beginnend bei Büchern, Zeitungen, Fernsehen, über Radio, Musik und andere Wissensträger, bis hin zum Telefon, Funk, Internet und EDV, werden heute solche Bestrebungen zunehmend leichter umsetzbar.

 

Und da sind wir auch schon bei den Hauptkonfliktfeldern.

Der Zugang zu sozial verträglichem Einkommen, zu Wissen und zur Selbstverwirklichung wird heute in den Gesellschaften, die an der Schwelle des Synergiezeitalters stehen, als Hauptkonfliktfelder gesehen. Neben den Verteilungskonflikten wird es zunehmend auch Wertekonflikte geben z.B. zwischen Hindus, Moslem und Christen. Die psychologischen Konflikte zwischen Einzelnen und Gesellschaftsgruppierungen werden nun mehr und mehr offensichtlich deshalb auch untersucht, ausgetragen und gelöst.

 

 

Die Auflösung von undurchlässigen Gesellschaftsmodellen  stehen genauso auf der Tagesordnung, wie die sinnvolle und synergetische Nutzung der explodierenden Wissensgrundlagen.

 

Ein neues Paradigma, die Ausrichtung des Menschen auf die bewußte Verbesserung seiner Lebensqualität also seiner eigenen Glücksvermehrung, ist das entscheidende Charakteristikum, der entscheidende Qualitätssprung für dieses neue Zeitalter. Ein symbolisches Dokument hierfür sind: "Die Menschenrechte" der Vereinten Nationen!

 

Die Konfliktlösungsstrategien 

der nächsten Dekaden bestehen in der anwachsenden Zugänglichmachung des Wissens für alle. Einerseits durch verbessertes Training des Einzelnen wie er seine emotionale Intelligenz (persönliche Kompetenz und soziale Kompetenz) verbessern und auf dieser Basis Wissen (besser) nutzen kann und andererseits durch die zur Verfügung Stellung der tatsächlichen Fakten. Chancengleichheit für alle Bewohner des Planeten also. Im Verhandeln, der Vermenschlichung von Gesetzen und deren Anpassung an die echten psychologischen Bedürfnisse von Gemeinschaften. 

 

Verwirklichungsdenken entwickelt sich exponentiell anwachsend. Therapeutische Grundstrukturen der Gesellschaftsentwicklung in Familie, Kindergarten, Schule, Universität, Beruf und Weiterbildungsinstitutionen werden geschaffen. Die direkte Beteiligung der Einzelnen Personen am politischen Entscheidungsprozess wird erheblich mit Hilfe der "neuen" Medien vorangetrieben! Daraus folgt: Die Nutzung aller Medien, für eine echte, virtuell ermöglichte, direkt ausgeübte  Demokratie durch die Gesamtbevölkerung und die gleichzeitige Nutzung meritokratischer Regierungsstrukturen. 

 

Die Denkdynamik 

ist vernetzt in Raum und Zeit. Der  im Kopf, im Herzen und im Bauch  globale Bürger, wird im Zentrum dieser sich zunehmend beschleunigenden Entwicklung stehen. Die Menschenrechte werden keine philosophischen Paragraphen in Grundgesetzen mehr darstellen, sondern formen zunehmend die Realität für Nationen, Regionen und einzelne Menschen, die teilhaben wollen an dem unglaublichen globalen Wachstum und der steigerung bzw. Ausweitung persönlicher positiver Gefühle.

 

Die Basisausrichtung des menschlichen Denkens besteht in der erwünschten Hunger/Not befreiten Grundversorgung aller Menschen, auf deren Basis psychologisches, geistiges und seelisches Wachstum ermöglicht wird, wobei hier die Integrität der Natur immer professioneller gewahrt bleibt.