Die politisch Erfolgreichen haben keine Finger mehr
Ein Staat ist das komplexeste Unternehmen der...
Alle 7 Jahre Rezessionen, zumindest wirtschaftlichen Abschwung; ca. alle 49-50 Jahre (Kondratiev)...
Die Automobilindustrie wandelt sich in eine Mobilitätsindustrie!
"Man soll alle Tage wenigstens ein kleines Lied hören, ein gutes Gedicht lesen, ein treffliches Gemälde sehen und, wenn es möglich zu machen wäre, einige vernünftige Worte sprechen."
Alle 6-8 Jahre erleben wir Rezessionen, früher auch Konjunkturflauten genannt. Eine kollektive Depression tritt in Erscheinung, die fast alle Verantwortungsträger eines Staates in mehr oder weniger große Panik versinken lässt. Kaum jemand hat sich jedoch seit Keynes in der Öffentlichkeit mit der scheinbar ausweglosen Wiederkehr solcher volkswirtschaftlichen Phänomene medienwirksam beschäftigt. Die Medien scheinen an solch einer Entmystifizierung wohl auch eher weniger Interesse zu haben. Weil jede "Sensation" auch Auflagen und Einschaltquoten sichert?
Und die Mikroexperten also Führungskräfte der Wirtschaft sind meist so sehr im Tagesgeschäft verstrickt und darum bemüht ihre Vierteljahresbilanzen aufzuhübschen, dass kaum Personal und Brain Ressourcen zur Verfügung stehen um ein Unternehmen durch regelmäßige Innovationen, gespeist aus einer Inventionspipeline die mit den Nutzern entwickelt wurde (größtenteils) Rezessionsresistent zu machen.
Um verstehen zu können wie Unternehmen "rezessionsresistent" werden können muss zunächst das zyklische Phänomen der "Wachstumsverlangsamung" also Konjunkturflaute, und mehr passiert zur Zeit wirklich noch nicht, verstanden werden.
In Wirklichkeit geschieht in dieser Periode nur eine Art kollektives Controlling. Eine Erlahmung des menschlichen Hungers nach mehr vom selben. Dieser Hunger, der bei manchen Phasenweise sogar zur Gier ausartet, wird für 6-18 Monate abgelöst durch ein etwas nachdenklicheres: mache ich alles richtig, soll es genau so weitergehen?
Soll ich wirklich weiter diese CO2 Schleudern kaufen?
Soll ich mich weiter den Energiekonzernen mit ihren wahnwitzigen Preissteigerungen ausliefern?
Gibt es wirklich keine Alternative zur fossilen Mobilität?
Ist mein Geld wirklich richtig angelegt?
Geht mein Land noch den richtigen Weg?
Habe ich hier eine angenehme Zukunft zu erwarten? usw..
Die tägliche individuelle Rationalität bündelt sich zyklisch zu großen internationalen Wellen der Kauf-Zurückhaltung.
Gott sei Dank gibt es diesen Mechanismus im menschlichen (Zusammen-) Leben! Sonst wäre wohl der Fortschritt der letzten Jahrhunderte wesentlich langsamer vonstatten gegangen. Denn in diesen Zeiten werden massiv und massenhaft Interessen, Investitionen und Geldströme in Richtung Innovationen so weit verfügbar neu geordnet.
Interessant wäre zum Beispiel empirisch die Wachstumsquoten von innovativen Anbietern in Rezessionsphasen festzustellen. Inwieweit begeisternde Produkte und deren Hersteller in Phasen der Konjunkturabkühlung bis hin zu leichten Rezessionen (-1%/a) ebenfalls Minuswachstum in Umsatz und Gewinne oder das Gegenteil zu verzeichnen haben.
Menschen wollen motiviert ja begeistert sein wenn sie ihre geronnene Lebenskraft in Form von in Geld gewandelter Lebenszeit und -kraft ausgeben!!! Wem dies gelingt, gar multipel gelingt gehört zu den dauerhaften Gewinnern und wird Rezessionen als Zeiten enormer Unterstützung für seine Produkte und Dienstleistung erleben. So geschehen bei der Wahl eines als innovativ erscheinenden Politikers namens Barack Obama. Barack Obama und seine demokratische Partei hatten erhebliches Wachstum zu verzeichnen, weil eine Mehrheit von ihren Mitbürgern die Nase voll hatte von : mehr vom selben, ja sinnlosen!
BMW hatte meiner Erinnerung nach in den letzten zwei oder drei "Rezessionen" weiterhin erhebliches Wachstum entgegen dem Trend. Ganz nach dem Volksmund: "stelle Dir vor es ist Rezession und keiner geht hin". Doch nun ist auch BMW in eine Absatzkrise geraten oder nicht? Was hat sich bei BMW geändert? Die Antwort lautet: Viel zu wenig! Wer seine Nutzergruppen in sich verändernden Szenarien nicht begeistern kann, fällt unter das zyklische Überprüfungsgesetz, dass wir als Volkswirtschaftliches Phänomen viel zu unreflektiert Rezession nennen. Ein feststehender Begriff der die meisten Menschen in Angst und Schrecken versetzt.
Doch immer wenn Ängste, vor allem Massenängste im Spiel sind sollten wir uns folgendes vergegenwärtigen:
Ängste sind nur diffuse, mehr oder weniger komplexe, wirksame Probleme und müssen durch genaues Verstehen in verstandene Probleme gewandelt werden:
- je länger sie diffus bleiben, um so mächtiger werden sie und verringern zunehmend positive Synergien und damit auch Synchronizitäten
- Probleme sind Ziele die auf dem Kopf stehen
- Ziele müssen in Projekte runtergebrochen werden, damit sie erreichbar werden;
- je genauer dies geschieht und um so produktiver die Umsetzung umso höher sind die Erfolgschancen!
Die Antwort auf die zyklischen Rezessionsphänomene heißt: eine erfolgreiche also wirksamere Innovationskultur in seinem Verantwortungsbereich zu etablieren. Was würde unsere Nutzergruppen voller Begeisterung dazu bewegen, trotz Konjunkturflaute unsere Produkte zu erwerben und für den eigenen Erfolg unternehmerisch oder privat einzusetzen? Solche eine wirksame und sinnvollerweise strukturierte Innovationskultur nennen wir Innovationsmanagement.
Um nun ein Unternehmen, eine Region oder sogar einen Staat auf Innovationskurs zu bringen, also eine vorhandene Managementkultur einem Upgrade zu unterziehen brauchen wir einen speziellen Prozess, den wir etwas martialisch Innovationsoffensive nennen könnten. Es geht um die Einbindung der Betroffenen, um sie zu kompetenten Beteiligten mit Wahlfreiheit werden zu lassen. Meiner Meinung und Erfahrung nach wünschen sich die meisten Menschen Teil solcher erfolgreichen Prozesse zu sein, statt Opfer einer mystifizierten so genannten Rezession!