Registrieren

Username:

Password:

Aktuelles:

11.12.08 21:19 -

Bundesregierung ohne Plan?!?

Die politisch Erfolgreichen haben keine Finger mehr

Ein Staat ist das komplexeste Unternehmen der...

10.12.08 05:10 -

Die große Chance - die größte Krise seit 80 Jahren!

Alle 7 Jahre Rezessionen, zumindest wirtschaftlichen Abschwung; ca. alle 49-50 Jahre (Kondratiev)...

10.12.08 00:14 -

Automobilindustrie in der Struktukrise

Die Automobilindustrie wandelt sich in eine Mobilitätsindustrie!

"Eigentlich lernen wir nur aus Büchern, die wir nicht beurteilen können. Der Autor eines Buches, das wir beurteilen können, müßte von uns lernen."

- Johann Wolfgang von Goethe, † 22.03.1832

Das Zeitalter des Ackerbaus und der Viehzucht, 

ca.3000 v. Chr. bis 1500 n. Christi  Geburt. 

Die allgemeinen Rahmenbedingungen: Die Beobachtung, daß Nahrungsmittel einfacher angebaut und gezüchtet werden können, als gejagt und gesammelt auf der einen Seite und die bittere Notwendigkeit der wachsenden Weltbevölkerung auf der anderen Seite, erzwang dieses neue Zeitalter. 

Begleitet durch immer wiederkehrende demographische Strukturveränderungen, sprich Völkerwanderung, wandelte sich die Menschheit zu seßhaften Bauern und Viehzüchtern.

 

Ihre Lebensbedingungen kennzeichneten sich durch die Abhängigkeit von Grund und Boden. Damit wurden sie verletzlicher, aber auch stärker und gesünder. Die Entwicklung ihrer Gehirnkapazität, von der wir heute ausgehen können, ermöglichte ein zunehmend besseres Gedächtnis und damit auch die Entwicklung von Racheimpulsen, die als reine Präventivmaßnahme in der jeweiligen Stammeskultur verankert wurde. 

Bei den Chatten im hessischen Raum z.B.,  (übrigens sehr schön dargestellt im Buch Mondfeuer), wurde es mit dem Tode bestraft, wenn ein Stammesmitglied seine Rache nicht vollzog. Dies war auch notwendig, da im Konkurrenzkampf der Stammesentwicklung die produktiveren Stämme ständig versuchten, mehr Land und damit eine breitere Überlebensgrundlage für ihre Stammesentwicklung zu  beschaffen. 

Schwächere Stämme, die sich z.B. genetisch oder produktivitätsmäßig nicht stark genug entwickeln konnten, bzw. durch Konflikte innerhalb des Stammesgefüges geschwächt waren, wurden Opfer von Übergriffen durch andere Stämme. Als Präventivmaßnahme funktionierte das Racheprinzip. „Krümmst du einem unserer Stammesmitglieder ein Haar, werden wir dich verfolgen bis ans Ende deiner Zeit“. Dies wiederum führte zur Erfindung des Genozid´s (Völkermord; Ausrottung von ganzen Dörfern, Stämmen oder Völker) bzw. zum Sklaventum.

Die Ausrottung eines Stammes bewahrte den Angreifer und Sieger vor unliebsamen Racheakten. Das Sklaventum führte dem Stamm neue Produktivkräfte hinzu, bzw. materiellen Zugewinn durch den Verkauf derselben. Verstreut in alle Herrenländer hatten  Menschen aus besiegten Stämmen keine Chance mehr, sich innerhalb ihres bewährten Beziehungsgeflecht zu formieren und zurückzuschlagen. 

So war also Sicherheit und Beziehungsstärke des Aufbaus und Ablaufgefüges eines Stammeslebens entscheidend für dessen Überleben und Wohlstandsentwicklung.

 

Die Führungsstrukturen waren matriarchalisch bzw. patriarchalisch organisiert, der Erfahrenste führte. Und da man davon ausging, daß die Ältesten auch automatisch die Erfahrensten waren, weil sie die meisten Erinnerungen ansammeln konnten, war es also eine Herrschaft durch die  Alten. 

 

Alles was bewährt war, war gut, Experimente wurden nur in kleinsten Ausmaßen geduldet, und die Menschen lernten durch Beobachtungen vieler Jahre und Jahrzehnte. Alles Neue, nicht traditonell sanktionierte, wurde mißtrauisch beäugt, denn es konnte die Lebensgrundlage entscheidend gefährden, wenn die Leistungskraft in Experimente investiert würde statt in der Wiederholung des Bewährten. 

 

Die Teamstrukturen waren verwandtschaftlich geprägt. Kinder galten als  Arbeitskräftepotential und als Lebensversicherung. Sie hatten sich diszipliniert einzufügen in die Produktionsgemeinschaft der Großfamilien, der Dörfer und Stämme.

 

Die Hauptkonfliktfelder könnten gewesen sein: territoriale Konflikte, Verteilungskonflikte, Wertekonflikte  und  Zugehörigkeitskonflikte (Spione, Fremde, jemandem Hörner aufsetzen usw. ). 

 

Die Konfliktlösungstrategien bestanden vor allem im Ausmerzen der Fehlerquellen, sprich in Form von Todesstrafen, Verbannungen und drakonischen anderen Strafmaßnahmen. Immer mit der Absicht, daß Fehler sich niemals wiederholten, vor allem die Fehler, die einen Stamm  in seinem Überleben gefährdeten. Zu diesem Zwecke wurden auch Regeln (auf der Basis von überlieferten Werten/Religionen) aufgestellt, die notfalls mit aller zur Verfügung stehenden Gewalt durchgesetzt wurden. 

 

Die Denkdynamik und -komplexität erstreckte sich ganz stark auf  traditionelles Denken und Wirken, saisonales Planen innerhalb eines Erntezyklusses und langfristiger Familienplanung.